Hydraulik Magnetventile
Ein Hydraulik Magnetventil ist ein elektrisch betätigtes Steuerventil, das den Ölfluss in Hydrauliksystemen präzise regelt. Durch Ansteuerung über eine Spule kann das Magnetventil Wege, Druck oder Durchfluss automatisch schalten – ideal für moderne Maschinensteuerungen, Automatisierungen und sicherheitsrelevante Prozesse. Hydraulik Magnetventile kommen in Land-, Bau- und Kommunalmaschinen ebenso zum Einsatz wie in industriellen Anlagen und Mobilhydraulik. Im LöSi®-Webshop finden Sie hochwertige Magnetventile in verschiedenen Bauformen, Anschlussgrößen und Leistungsstufen – passend für verschiedenste Hydrauliksysteme.
Was ist ein Hydraulik Magnetventil?
Ein Hydraulik Magnetventil (oft auch als Solenoid-Ventil bezeichnet) ist der elektromechanische "Schalter" in Ihrem Hydrauliksystem. Es wandelt ein elektrisches Signal (z.B. von einem Joystick oder einer SPS-Steuerung) in eine hydraulische Bewegung um.
Das Funktionsprinzip basiert auf einer Magnetspule:
- Ruhezustand (Stromlos): Eine Rückstellfeder hält den Ventilkolben in der Ausgangsposition. Der Ölfluss ist je nach Schaltbild gesperrt oder freigegeben.
- Aktivierter Zustand (Bestromt): Fließt Strom, erzeugt die Spule ein Magnetfeld. Der Anker zieht an, verschiebt den Kolben gegen die Federkraft und ändert die Fließrichtung des Öls.
So lassen sich Zylinder ausfahren oder Motoren starten – einfach per Knopfdruck oder vollautomatisiert.
Vorteile unserer Magnetventile
Warum elektrisch schalten? Weil es präzise, schnell und fernsteuerbar ist. Unsere Magnetventile sind das Rückgrat moderner Automatisierung.
Technische Stärken im Überblick:
- Automatisierung: Perfekt für die Anbindung an Maschinensteuerungen (SPS) oder Funkfernbedienungen.
- Vielfalt: Vom einfachen 2/2-Wege Sitzventil (Auf/Zu) bis zum komplexen 4/3-Wege Schieberventil (Zylinder Vor/Zurück/Stopp) ist alles möglich.
- Standardisierung: Unsere CETOP-Ventile (Plattenaufbau nach ISO 4401) sind weltweit austauschbar und modular stapelbar.
- Robustheit: Nasslaufende Magnete und geschützte Handnotbetätigungen sorgen für Funktion auch unter widrigen Bedingungen.
Typische Einsatzbereiche
Magnetventile sind überall dort zu finden, wo Prozesse nicht mehr manuell per Handhebel, sondern elektrisch gesteuert werden sollen:
- Mobilhydraulik: Elektrische Ansteuerung von Zusatzfunktionen am Bagger oder Frontlader über Joysticks in der Kabine.
- Industrieanlagen: Taktstraßen und Pressen, die vollautomatisch Zyklen abfahren.
- Fahrzeugbau: Kipphydraulik und Ladebordwände (12V/24V Bordnetz).
- Werkzeugmaschinen: Klemmen und Positionieren von Werkstücken.
Auswahlkriterien & technische Daten
Damit das Ventil schaltet, müssen Elektrik und Hydraulik zusammenpassen. Ein falsches Schaltbild kann zur Zerstörung der Pumpe führen.
Definieren Sie diese Parameter vor der Bestellung:
- Spannung: Welches Netz haben Sie? 12V DC / 24V DC (Gleichstrom für Fahrzeuge) oder 230V AC (Wechselstrom für Industrie)?
- Bauform: Benötigen Sie ein CETOP-Ventil (Plattenmontage, NG6/NG10) oder eine Einschraubpatrone (Cartridge) für Ventilblöcke?
- Schaltbild (Wege/Stellungen):
- 4/3-Wege: Standard für Zylinder (Vor-Halt-Zurück).
- Mittelstellung: Soll der Zylinder in Neutral blockiert sein (A/B gesperrt) oder schwimmen (A/B zum Tank)?
- Leistung: Passt der maximale Durchfluss (l/min) zur Ventilgröße, um Ölerwärmung zu vermeiden?
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Häufige Fragen zu Hydraulik-Magnetventilen
► Was ist ein Hydraulik-Magnetventil und wie funktioniert es?
Ein Hydraulik-Magnetventil ist der elektromechanische „Schalter“ im Hydrauliksystem. Eine Magnetspule erzeugt bei Bestromung ein Magnetfeld, das einen Anker anzieht und den Ventilkolben gegen eine Rückstellfeder verschiebt – dadurch ändert sich die Fließrichtung des Öls. Im stromlosen Ruhezustand hält die Feder den Kolben in der Ausgangsposition (Fail-Safe). So können Zylinder ausgefahren, Motoren gestartet oder Prozesse automatisiert gesteuert werden.
► Was bedeuten 4/3, 4/2 und 2/2 beim Magnetventil?
Die erste Zahl gibt die Anzahl der Anschlüsse an,
die zweite die Anzahl der Schaltstellungen.
4/3-Wegeventil: 4 Anschlüsse (P, T, A, B),
3 Stellungen: Vorwärts – Neutral/Halt – Rückwärts.
Standard für Zylinder mit Stopp-Funktion.
4/2-Wegeventil: 2 Stellungen (kein Neutral),
für Anwendungen ohne Haltepunkt.
2/2-Wegeventil (Sitzventil): Auf/Zu – einfachste
Form, leckagefrei, für Absperraufgaben und Einspritzsysteme.
► 12V, 24V oder 230V – welche Spannung brauche ich?
12V DC: Standard für Landmaschinen, Baumaschinen,
PKW und leichte Nutzfahrzeuge (12V-Bordnetz). Häufigste Variante
in der Mobilhydraulik.
24V DC: LKW, schwere Nutzfahrzeuge, Busse und
stationäre Industrieanlagen mit 24V-Gleichstromversorgung.
230V AC: Fest installierte Maschinen direkt am
Dreiphasennetz – z. B. Werkzeugmaschinen, Pressen und
stationäre Anlagen in der Industrie.
Im Zweifel: Spannung am Steuergerät oder bestehenden Ventilstecker messen.
► Was ist der Unterschied zwischen CETOP-Ventil und Einschraubpatrone?
CETOP-Ventile (Plattenmontage, ISO 4401):
Werden auf eine Grundplatte oder einen Ventilblock aufgeschraubt.
Vorteil: Weltweiter Standard, beliebig stapelbar, einfach austauschbar.
Baugröße NG06 (CETOP 3) und NG10 (CETOP 5) sind die häufigsten.
Einschraubpatronen (Cartridge):
Direkt in gebohrte Ventilblöcke eingebaut. Vorteil: Sehr kompakt,
keine externen Leitungen, ideal für kundenspezifische Steuerblöcke
und Serienanwendungen.
► Was bedeutet die Mittelstellung beim 4/3-Wegeventil?
Die Mittelstellung bestimmt das Verhalten des Systems im Ruhezustand:
A/B gesperrt (H-Schaltbild): Zylinder wird in Position
gehalten – für Hebebühnen und Klemmsysteme.
P gesperrt, A/B zum Tank (Y-Schaltbild): Zylinder
schwimmt frei – für Geräte, die manuell bewegt werden müssen.
P und T verbunden (Tandemlauf / C-Schaltbild):
Pumpe läuft drucklos um, Zylinder gesperrt – energiesparend
bei häufigen Pausen.
Die falsche Mittelstellung führt zu Druckspitzen,
Überhitzung oder unkontrollierter Last – deshalb vor der Bestellung klären.